Vielleicht habt ihr diesen schönen, auffälligen Greifvogel mit dem gegabelten Schwanz schon am Himmel kreisen sehen: den Rotmilan. Mehr als die Hälfte aller Rotmilane brüten in Deutschland. Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung für diese streng geschützte Greifvogelart.
Leider werden die Vögel immer wieder Opfer von Vergiftungen. So wurden im Zeitraum von 2018 bis 2020 in Gebieten östlich von Neumünster zahlreiche Rotmilane vergiftet. Deshalb wurde 2021 zum Schutz des Rotmilans das Rotmilanprojekt SH gegründet.
Im Rahmen dieses Projektes suchte man Nestpaten, die im Bereich der bekannten Horste wohnen. Ich hatte mich damals für die Region Schillsdorf beworben und bin seitdem ehrenamtlich in diesem Gebiet als Pate tätig. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem Horstkontrollen sowie die Betreuung des Horstes von der Brut bis zum Ausfliegen der Jungen.
Eine Nestpatin entdeckte bei einer Kontrolle einen jungen Rotmilan, der aus dem Horst gefallen war. Rotmilane versorgen ihre Jungvögel nicht am Boden, sodass der Jungvogel ohne Hilfe gestorben wäre. Er wurde im Wildpark Eekholt aufgepäppelt und konnte später gesund ausgewildert werden (siehe Foto).
Hier sind Fotos von den von mir betreuten Milanen aus dem letzten Jahr – vom Küken bis zum Ästling.
Wer mehr über das Rotmilanprojekt sowie den Verlauf der letzten Projektjahre erfahren möchte, schaut gerne auf unserer Homepage vorbei: https://www.projekt-rotmilan-sh.de/