## Köszönöm? Jó reggelt? Egészségedre? Viszontlátásra? – Mit dem Posaunenchor in Ungarn unterwegs
Was auf den ersten Blick ähnlich vertrackt wie eine G-Dur-Tonleiter aussah, kam den meisten von uns spätestens auf der Rückfahrt doch mehr oder weniger souverän über die Lippen: unser ungarischer Survival-Wortschatz!
Mit 18 Bläserinnen und Bläsern hatten wir uns auf eine laaange Zugfahrt begeben, um das beschauliche Städtchen Eger im Nordosten Ungarns zu besuchen. Unser Programm beruhte auf einer Mischung aus Spaß – bei den Chorproben, den Konzerten und den Besichtigungen.
Jeden Morgen durften wir in der frisch restaurierten katholischen Hochschule mitten in der Innenstadt proben. Warum bei unseren späteren Proben die Fenster zu den Vorlesungsräumen demonstrativ geschlossen blieben, ließ sich wegen der Sprachbarriere nicht abschließend klären …
Unser tägliches Konzert auf dem zentralen Platz der Stadt entwickelte sich dagegen zu einem echten Höhepunkt für die staunende Bevölkerung. Am letzten Tag hatte sich bereits ein regelrechter Fanclub gebildet, der uns erwartete.
Für die meisten von uns war das Konzert in der calvinistischen Kirchengemeinde bei Pastor Imre der musikalische und soziale Höhepunkt. Die Kirche war bis auf den letzten Platz mit Menschen gefüllt, die uns mit großer Vorfreude und beeindruckender Stimmgewalt in ihrer Gemeinde willkommen hießen. Während wir bei Gottesdiensten zu Hause bemüht sind, nicht zu laut zu spielen und die Gemeinde nicht zu übertönen, drohte bei einem gemeinsam gespielten Choral hier eher das Gegenteil 😉.
Im Anschluss an das wunderschöne Konzerterlebnis lud uns die Kirchengemeinde zu einem üppigen Empfang mit Wein (Egészségedre!) und allerlei Leckereien ein. Dabei begegneten wir einer solchen Offenheit und Herzlichkeit, dass die Verständigung auch mit wenigen oder ganz ohne Worte gelang (Köszönöm!).
Auch unser Besichtigungsprogramm war umfangreich: Es reichte von einem 24-stündigen Aufenthalt in der prächtigen Stadt Budapest über die mittelalterliche Burg von Eger, unterirdische Weinkeller, ein osmanisches Minarett und ein Beatles-Museum bis hin zur Camera Obscura aus dem 17. Jahrhundert und Monica’s Apartment.
Wir haben viele gemeinsame Eindrücke und Erlebnisse gesammelt – und kehren mit schönen Erinnerungen nach Schillsdorf und in unser Umfeld zurück. Viszontlátásra!